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Bier und so

Ich hab gestern mal gedacht „Ich sollte täglich bloggen“ und deshalb mach ich das mal einfach.

Cover für die Promo EP von E123 ist fast fertig, Titelt steht auch schon, wird wunderschön und stumpf und beeinflusst von dem Herrn der in folgendem Video völlig zurecht als „Küüüünstler!!“ beleidigt wird.

Hört euch übrigens dringend mal die „Audiolith vs. Herrenmagazin“ CD an, die lohnt sich sehr. Besonders der „Gold für Eisen“ Remix der Gebrüder Panzerfaust (wer das auch immer ist) bockt.

Gute Nacht.

NACHTRAG: Doch kein Schliengensief inspirierter Titel (Ich wollte eigentlich ein „3000″ hinter‘m Titel, aber das war uns letztendlich doch zu futuristisch. Jetzt ist der Titel endlos profan … Aber so soll es sein! :D )

Leben is‘ witzig.

Flohmarkt:hier zerfeiert zur Zeit alles und überall. Jetzt hat’s uns sogar bis in einen Ort getrieben der Hützel heißt, das war gesteigert verstörend und total sinnlos.
Ich kann den Winter nicht leiden und habe gestern alles was die Musik eingebracht hat in Alkohol investiert.
Die E123 EP verschiebt sich ein paar Tage nach hinten weil wir kürzlich ’nen unproduktiven Tag hatten und alles scheiße fanden und deshalb leider nicht voran gekommen sind. Wir nehmen jetzt zwei der geplanten Lieder doch nicht auf sondern machen neue, denke ich.
Fernsehen sagt gestern war Barbara Tag. Was für ein Schwachsinn.
Flohmarkt:hier spielen nächsten Samstag übrigens in Hamburg auf einer Veranstaltung für Flüchtlinge. Da ist es lauschig warm und nicht so doof wie aufm Weihnachtsmarkt. Und dann wollen wir mal Bremen auschecken und Hamburg den Rücken kehren.

So lange nichts mehr geschrieben …

Also gibt’s heute Abend Schwachsinnsflut für meinen resonanzarmen Blog.

Scott Pilgrim gucken und Starship Amazing hören sind zwei Sachen die ich allen Menschen mit gutem Geschmack sehr ans Herz lege!

Der Film ist das Allerbeste was ich seit langer Zeit im Kino gesehen habe! Er hat alles, von guter Musik über gepflegten Kistch (ich liebe Indie-RomComs á la „(500) Days of Summer“, „Berlin am Meer“, „Youth in Revolt“, „Garden State“ und und und, ich könnt ewig so weitermachen…) und brilliant blödsinnigen Humor bis hin zu VIDEOSPIELACTIONKÄMPFEN wie ich sie seit meine Playstation und mit ihr mein „Tekken 2″ verschwunden sind nicht mehr gesehen habe – UND chinesische Drachen gegen einen Riesenaffen. Juchu!
Mit Michael Cera auch sympathisch besetzt (Michael Cera gehört zu den Leuten deren Name auf dem Filmplakat mein Interesse für den Film weckt) und auch alle anderen Rollen sind super besetzt.
Hach ja, ich könnte sehr lange von diesem Film schwärmen. Er ist toll. Und Sex Bob-Omb ist derbe cool.

Ja, und jetzt Starship Amazing!

KLICKEN

Hört euch mal „(Everyone’s got) a Case of glitches“ an. Irre!
Wenn ich mal eine Indie RomCom machen sollte (und das hab ich ganz fest vor) gehört dieses Lied in den Soundtrack!

Starship Amazing bieten btw. drei Alben oder so auf ihrer Seite zum Gratis Download an. Lohnt sich bestimmt.

Ach ja, abseits aller Themen, für alle die bis hier her gelesen haben: Es gibt n YouTube Video mit nem E123 Song der da heißt „I Can‘t Relax in Germany“. Ich find cool dass es Leute gibt die uns so promoten, aber wir hatten nicht vor, diesen Song in dieser Version zu veröffentlichen. Er gefällt mir nicht und vom dort hörbaren Produkt distanziere ich mich. Werd dem Ersteller auch mal ne Mail schreiben.
Die richtige Version wirds demnächst auf der E123 Demo CD geben, auch zum gratis Download.

Gute Nacht.

PeterLicht Lesung

Ich mag PeterLicht. Und das hier ist echt guckbar und lohnt sich. Auch die Diskussion über den Text die danach da stattfindet gefällt mir, find ich lustig.

Hochzeitsmusik

So, jetzt war ich doch echt auch endlich mal auf einem gesellschaftlichen Ereignis mit Tradition zugegen. Dank einer befreundeten Sängerin war es mir vergönnt, auf einer Hochzeit Gitarre zu spielen und dafür Geld zu bekommen. Schöne Sache!
Mein erstes Problem war, dass ich keinen Anzug besitze. Okay, es hieß dann „ungezwungen schick“ und so habe ich mich zu weißem Hemd und schwarzer Hose gezwungen und mir dann noch sehr hässliche Schuhe von meinem Vater ausgeliehen, um nicht mit meinen ausgelatschten ALDI Turnschuhen da aufzukreuzen. Und damit war ich echt underdressed. Alle anderen Männer tauchten an diesem Abend in nobel ausschauenden Anzügen auf und die Damen waren in sich gegenseitig an Extravaganz übertreffenden Kleidern unterwegs. Da fühlte ich mich etwas dumm, der ich doch auch noch, der Kälte wegen, über das Hemd eine schwarze Trainingsjacke gezogen hatte.
Egal. Die Zeremonie ging dann jedenfalls los. Ich war konsequent immer zu spät wenn’s um’s „Amen“ sagen oder sich bekreuzigen ging (Ich war auch einfach seit mindestens fünf Jahren in keiner Kirche mehr und in einer katholischen sowieso noch nie) und Lieder mitsingen war mir auch tendenziell eher unmöglich (doch damit war ich nicht alleine).
In diesem Gottesdienst haben wir zwei Lieder gespielt (beim Intro zum ersten hab ich mich natürlich erstmal derbe vergriffen damit’s auch bloß nicht zuuu rund läuft) und einige Leute haben geweint, das war ganz hübsch. Danach brachte mich meine Unkenntnis was simple gesellschaftliche Anlässe und Regeln angeht in eine weitere peinliche Situation, nämlich als der Bräutigam mir die Hand reichte und ich sie einfach nur – etwas verwirrt, wir hatten uns schließlich schon begrüßt – schüttelte, ohne etwas zu sagen. Als neben mir die Sängerin die Braut umarmte und „Herzlichen Glückwunsch“ rief, der Bräutigam mich leicht irritiert anguckte und schließlich zögerlich „Danke“ sagte wurde mir klar dass es offensichtlich üblich ist, zu Hochzeiten zu gratulieren, also tat ich das schleunigst, äußerst peinlich berührt, quasi nochmal nachträglich.
Dann war Sektempfang, sowas mag ich ja gerne wenn lustig kostümierte Kellner/innen mit Tabletts rumlaufen und mensch sich da Sekt wegnehmen kann, da trink ich den sogar obwohl ich keinen Sekt mag. Hat dann auch fix etwas angeschlagen. Wir spielten ein paar Lieder als hintergrundmusikalische Begleitung zum Empfang, zwischendurch gab’s immer wieder Sekt wobei mir zunächst kaum auffiel dass alle anderen ihren wsentlich langsamer tranken als ich meinen. Schließlich, am Ende unseres Repertoires, machten wir noch einmal auf uns aufmerksam, stellten uns vor und spielten die letzten zwei Lieder. Das Finale war Sebastian23’s fabelhaftes „Küss mich“ welches ich mit meiner Engelsstimme darbot. Etwas aufgeregt und etwas mehr betrunken spielte ich es sehr, sehr schnell, was zur Folge hatte dass mir nach den ersten paar Akkorden erstmal das Plektrum aus der Hand flog. Die Leute lachten nett, ich machte weiter, der Witz des Liedes wurde verstanden und mit Gelächter belohnt, ich war sehr zufrieden.

Dann ging’s essen, saufen und feiern mit den mir fremden Leuten. Das war sehr nett, zumal mein erster Eindruck von den meisten Anzugmännern die da saßen („Komm schon … DU warst doch vor fünf Jahren bestimmt noch in gammligen T-Shirts auf noch gammligeren Partys in besetzten Häusern und alternativen Jugendzentren unterwegs!“) sich nur all zu oft bestätigte. Außerdem ging das Zigarettenschnorren mit einer Leichtigkeit wie mensch sie sich jeden Abend wünschen könnte von der Hand.
Die Musik war wirklich gut, geschickt glitten die DJs von Walzer über Polka zu ordentlichem Elektrogeboller was natürlich der Stimmung gut tat und sogar ich, nach einigen vielen Bieren, fühlte mich dazu berufen, auf der Tanzfläche Faxen zu machen.
Irgendwann wurde ich müde und da es in dem Restaurant zwar die absurdesten Schnäpse aber keinen Energy Drink gab ließ ich mir Kaffee kochen. Der war dann auch echt stark und hat geholfen. Ich war ja wirklich bestrebt, nicht betrunken zu werden, hat aber bei so viel frisch gezapftem Bier wie ich haben wollte und den super Mischen die die da gemacht haben nicht so richtig geklappt. Das Schöne: Da ich die Leute alle nicht kannte und vermutlich nicht so bald wieder sehen werde konnte ich mich da nach Herzenslust blamieren und es wird keine Konsequenzen haben. Wonderschöööön!
Irgendwann wurde ich dann, voll und zufrieden, nach Hause gefahren.
Hochzeiten find ich jedenfalls nun cool. Könnt ich öfter machen, bockt.