Blog tot.

Er starb an plötzlichem Blogtod.

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Zur Zeit führe ich folgenden Blog, der mein Theaterschaffen dokumentiert:

BLOG 3000/

Frust.

Wir sind heute ungefähr fünf Stunden lang von Cubase verarscht worden und dann hat mir ein Vogel auf den Kopf geschissen.
Songs mischen wird nie ein Hobby von mir werden …

Warteschleife und Kaffee

Haben heute zwei neue Songs aufgenommen.
Der eine ist ne ziemliche Pop-Hymne geworden und echt ganz cool. Außerdem endlich mal ein Text über’s Im-Dorf-Groß-Werden der mir gelungen ist. Ich versuch schon ewig einen zu schreiben (zwischendurch hat Torsun auf dem neuen Captain Capa Album gezeigt wie’s gehen könnte und ich war neidisch) und hab dann schließlich durch Zufall nen Anstoß in ne Richtung gekriegt, bei der ein Text herausgekommen ist der uns allen gefallen hat.
Das andere ist der wohl härteste Song bisher und ein bisschen unser Stiefkind. Das ganze ist struktuell an Hardcore (Also, Gitarrenhardcore) angelehnt und hat nen ziemlich ironiefreien, harten Anti-Sexismus Text. Wir haben ja schon ewig nichts textlich Radikales mehr gemacht und daher fühlt sich dieser Track ein bisschen merkwürdig an, mal sehen wie’s wird wenn er fertig gemixt ist.
Ich freu mich da jedenfalls drauf und kann’s kaum erwarten.
Beim Aufnehmen haben wir viel, viel sehr starken Kaffee getrunken und ich bin immernoch ziemlich aufgekratzt. Blöd, macht das mit der Ungeduld nicht besser …

Und so lange hör ich mal wieder die ärzte.

Will ich sehn!!

Berliner Rap Untergrund

Der Berliner Rapper Kaisa (Damals Kaisaschnitt) hat 2003 eine Dukomentation über den sogenannten „harten Hip Hop Untergrund“ von Berlin gemacht. Heißt „Splatergeneration“, soll wohl aber tatsächlich so ausgesprochen werden als hieße sie „Splattergeneration“. Keine Ahnung ob das n Witz oder Legathenie ist.
Zu sehen war eine Clique bekumpelter, ungewaschener, dauerbekiffter, X-Box-Spielender, antisemitische Witze erzählender („Soll ich ma Judenwitze erzählen? Ich kick mal so drei- vier, okay?“) und Chips fressneder Mitt-Zwanziger die in ihren Wohnungen saßen und davon träumten, Frauen (die bezeichnenderweise nie in der Nähe der portraitierten Jungs auszumachen waren) zu demütigen und zu vergewaltigen.
Also genau so, wie mensch sich das Leben der „Berliner Gettho Ganxtaaa“ vor dem großen Durchbruch vorstellt.
Kaisa ist später dadurch aufgefallen, dass er unter anderem in einem Interview den Holocaust relativierte (von wegen da seien ja nie im Leben wirklich 6.000.000 bei gestorben) und dem Staat Israel vorwarf, diesen künstlich aufzubauschen und zu instrumentalisieren.
Ähnliche Aussagen kennt mensch ja auch von anderen Rappern aus Deutschland.
Jetzt hab ich mal so überlegt: Wenn Nationalismus (Siehe Atzen, Sido, Fler, ach, sie alle! Alle miteinander! Ob deutscher Nationalismus oder jeglicher anderer, ich kenne keinen kommerziell erfolgreichen und keinen Gangstarapper aus Deutschland der kein Nationalist ist), Sexismus bis zum standartmäßigen Aufruf zur Vergewaltigung (und es GIBT zahlreiche Jugendliche die Lieder wie den „Pimplegionär“ von Savas sehr, sehr ernstnehmen, das ist keine „Unterhaltung“), Antisemitismus, Rassismus (mal mehr mal weniger light, aber immer wieder all zu gerne für Punchlines genutzt) sowie übelste Homophobie zum Standartrepertoire eines „härteren“ Rappers in Deutschland gehören (Moritz Bleibtreu sagte in irgendeine Kamera bei der Premiere des unsäglichen Bushido-Films, angesprochen auf Bushidos merkwürdige gesellschaftliche Ansichten und Äußerungen – kein exakt wörtliches Zitat – „Das ist Hip Hop! Und wer damit ein Problem hat, hat von Hip Hop halt keine Ahnung!“, also als würde mensch auf Landsers merkwürdige Texte angesprochen und entgegnen „Das ist halt Rechtsrock! Das geht so!“) dann ist das doch eigentlich ne Rechtsradikale Jugendkultur, oder?